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Links am Tisch sitzt eine Ärztin im weißen Kittel, ihr Notebook betrachtend. Rechts am Tisch ein junges Paar. Der Mann spricht mit der Ärztin.

Demenz und Kognitive Störungen

Die Gedächtnissprechstunde richtet sich an Patienten mit Demenz und kognitiven Störungen. Unter kognitiven Störungen versteht man Störungen von Wahrnehmung, Gedächtnis, Sprache, Konzentration (Aufmerksamkeit) oder Urteilsvermögen.

Die Gedächtsnissprechstunde arbeitet eng mit der Neurologie im Ambulanten Gesundheitszentrum  am Campus Benjamin Franklin  zusammen.

Sie befinden sich hier:

Demenz und Kognitive Störungen

Demenz und Kognitive Störungen (Campus Benjamin Franklin)

Die Diagnostik und Versorgung von Patienten mit Demenz und kognitiven Störungen stellt einen Schwerpunkt unserer Praxis dar (https://agz.charite.de/fachrichtungen/neurologie_campus_benjamin_franklin/). Hierfür stehen alle Untersuchungen der Neurologie zur Verfügung, um eine ambulante Abklärung einer Gedächtnisstörung (leichtes oder mildes kognitives Defizit) oder einer Demenz (z.B. Alzheimer-Demenz, Lewy-Body-Demenz, Frontotemporale Demenz) zu ermöglichen. Dazu gehören neben einer medizinisch-neurologischen Abklärung eine ausführliche neuropsychologische Diagnostik sowie eine Lumbalpunktion zur Bestimmung von Demenzbiomarkern und weiteren Parametern im Liquor. Alle diese Leistungen können ambulant zeitnah durchgeführt werden. Für mögliche erblich bedingte Demenzerkrankungen bieten wir eine spezielle genetische Beratung wie auch eine molekulargenetische Abklärung an. Zusätzlich haben wir eine Expertise bei seltenen Demenzformen wie der Frontotemporalen Demenz im Rahmen der FTD-Sprechstunde (ftd@charite.de), der Lewy-Body-Demenz oder sekundären kognitiven Störungen bei anderen Erkrankungen entwickelt.

Wir bieten unseren Patienten die Teilnahme an nationalen und internationalen Studien für die Diagnostik und Therapie von Leichter Kognitiver Störung, der Alzheimer-Demenz oder Frontotemporalen Demenz an.

In der Forschung arbeiten wir mit mehreren nationalen (z. B. dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen) wie auch internationalen Partnern (z. B. dem DIAN Netzwerk für erbliche Alzheimer-Demenzen) zusammen, um hier unseren Demenz-Patienten eine bestmögliche Versorgung nach höchsten internationalen Standards anbieten zu können.

Ein weiteres Angebot richtet sich an Personen mit nicht deutscher Muttersprache. In unserer Praxis ist eine neuropsychologische Diagnostik (Demenzdiagnostik) auch in Englischer, Türkischer und Russischer Sprache möglich.

Leitung

Dr. med. Andreas Lüschow, Facharzt für Neurologie

Ärzte

Dr. med. Peter Koch, Facharzt für Neurologie

Dr. med. Péter Körtvélyessy, Facharzt für Neurologie, fachgebundene Humangenetik

Anmeldung

Telefon: +49 30 450 550 606

Fax: +49 30 450 550 906

Gedächtnissprechstunde – Demenz – (Campus Charité Mitte)

Wie viel Vergessen ist noch normal, ab wann sollte man etwas unternehmen? Demenzen als Ursache der Gedächtnisstörungen in jedem Alter gehören in der Neurologie zu einem der wichtigsten Felder. Die Neurologie klärt die Frage, ob Gedächtnisstörungen im Alltag noch im Rahmen eines normalen Alterungsprozesses zu erklären sind oder aber bereits erste Anzeichen einer Demenz darstellen. Die möglichst frühzeitige Erkennung einer Demenz, wie z.B. der Alzheimer-Demenz, einer Frontotemporalen Demenz oder eine Lewy-Body-Demenz, ist dabei von besonderer Bedeutung. Der Erkrankte und sein Umfeld profitieren über Jahre von der Behandlung. Dabei können Demenzen auch im Rahmen anderer Erkrankungen aus der Neurologie auftreten, wie z.B. beim Parkinson-Syndrom. Manchmal zeigt sich die Demenz nur als Wortfindungsstörung oder Verschlechterung der Orientierung.

Bei Ihrer Vorstellung in der Gedächtnissprechstunde der Neurologie werden Gedächtnisstörungen und andere kognitive Störungen (Konzentration, Wahrnehmung, Sprache, Orientierung und andere) mittels verschiedener Methoden umfassend abgeklärt. Dazu gehört ein ausführliches Erstgespräch sowohl mit Ihnen als auch möglichst mit einem nahen Angehörigen. Hinzu kommt eine Untersuchung Demenz-relevanter Blutwerte, da Demenzen zuweilen auch allgemeine organische Ursachen haben können (z.B. Fehl- oder Mangelernährung, Schilddrüsenunterfunktion, etc.). Falls noch nicht geschehen, sollte eine Bildgebung des Gehirns (Computer- oder Kernspintomographie) veranlasst werden.

In bestimmten Fällen wird eine Untersuchung des "Nervenwassers" (Liquor) durchgeführt. Diese kann Aufschluss über die genaue Ursache einer Demenzerkrankung geben und kausal behandelbare Erkrankungen aufdecken. Dazu gehört auch die Testung auf Veränderungen des Immunsystems, insbesondere auf das eigene Gehirn angreifende Antikörper. Diese autoimmunen Prozesse können wie eine Demenz aussehen, sind aber im Unterschied zur Alzheimer-Demenz oder etwa der Frontotemporalen Demenz gut behandelbar und bilden somit ein kleines, aber umso wichtigeres Feld innerhalb der Demenz-Erkrankungen.

Nach Abschluss der Diagnostik findet eine ausführliche ärztliche Beratung mit Ihnen und ihren Angehörigen statt. Hier werden verschiedene Behandlungsmöglichkeiten besprochen.
Als universitäre Spezialsprechstunde sind wir aktiv an der Erforschung neuer Therapie- und Diagnostikmöglichkeiten beteiligt. Daher können wir in bestimmten Fällen die Teilnahme an Therapiestudien beispielsweise mit neuen Medikamenten anbieten. Des Weiteren bieten wir in enger Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Berlin (DZNE/www.dzne.de) eine Teilnahme an Studien zu Demenzerkrankungen an.

Leitung:

PD Dr. med. Harald Prüß

Anmeldung

+ 49 30 450 560 560 oder