Demenz und Kognitive Störungen

Die Gedächtnissprechstunde richtet sich an Patienten mit Demenz und kognitiven Störungen. Unter kognitiven Störungen versteht man Störungen von Wahrnehmung, Gedächtnis, Sprache, Konzentration (Aufmerksamkeit) oder Urteilsvermögen.

Die Gedächtsnissprechstunde arbeitet eng mit der Neurologie im Ambulanten Gesundheitszentrum  am Campus Benjamin Franklin  zusammen.

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Demenz und Kognitive Störungen

Demenz und Kognitive Störungen (Campus Benjamin Franklin)

Die medizinische Abklärung eines neuen Patienten erfolgt üblicherweise zunächst über die Neurologie im Ambulanten Gesundheitszentrum. Hier stehen alle Untersuchungsmethoden der Neurologie zur Verfügung, um die ambulante Abklärung einer Demenz zu ermöglichen.  Daneben bieten wir eine ausführliche neuropsychologische Diagnostik an, die von Psychologen durchgeführt wird. Die neuropsychologische Diagnostik wird ebenfalls in Russischer und Türkischer Sprache durchgeführt. Die Website der Neurologie im Ambulanten Gesundheitszentrum am Campus Benjamin Franklin befindet sich derzeit im Aufbau (Anmeldung unter t: +49 30 450 550 606).

In der Sprechstunde werden Patienten auch im Rahmen von Studien betreut. Für Patienten mit leichten kognitiven Störungen bieten wir die Teilnahme an einer Diagnostikstudie (Biomarker) an, sowie an einer vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderten Präventionsstudie (Cholesterinsenker).

Für Patienten mit einer Alzheimer Erkrankung bieten wir die Teilnahme an Studien mit verschiedenen Therapieansätzen an, die zum Ziel haben, den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen.

Ein spezielles Angebot unserer Sprechstunde richtet sich an Personen, bei denen der Verdacht auf eine Kongenitale Prosopagnosie besteht, d.h. dass Gesichter von bekannten Personen nicht richtig erkannt werden. Hier bieten wir zur Abklärung speziell entwickelte neuro-psychologische Verfahren an, sowie die Teilnahme an wissenschaftlichen Untersuchungen.

Leitung
Dr. med. Andreas Lüschow

Anmeldung
t.: + 49 30 450 560 560

 

 

Gedächtnissprechstunde – Demenz – (Campus Charité Mitte)

Schlüssel verlegt, Termin vergessen … Das kann jedem passieren, aber was bedeutet es, wenn sich solche Vorkommnisse häufen? Wie viel Vergessen ist noch normal, ab wann sollte man etwas unternehmen? Dahinter verbirgt sich die Frage, ob Gedächtnisstörungen im Alltag noch im Rahmen eines normalen Alterungsprozesses zu erklären sind oder aber bereits erste Anzeichen einer fortschreitenden Erkrankung des Gehirns, einer sogenannten Demenz, darstellen. Die möglichst frühzeitige Erkennung einer Demenz ist dabei von besonderer Bedeutung, da Erkrankte – und auch deren soziales Umfeld – von einer Behandlung für einige Zeit profitieren können.

In unserer Gedächtnissprechstunde werden Gedächtnis- und andere kognitive Störungen (Konzentration, Wahrnehmung, Sprache, Orientierung und andere) mittels verschiedener Methoden umfassend abgeklärt. Dazu gehört ein ausführliches Erstgespräch sowohl mit dem Betroffenen als auch möglichst mit einem nahen Angehörigen. Hinzu kommt eine Untersuchung Demenz-relevanter Blutwerte, da Demenzen zuweilen auch behandlungspflichtige allgemeine organische Ursachen haben können (z. B. Fehl- oder Mangelernährung, Schilddrüsenunterfunktion etc.). Falls noch nicht geschehen, sollte eine Bildgebung des Gehirns (Computer- oder Kernspintomographie) veranlasst werden. Hinzu kommt auch eine ausführliche neuropsychologische Testung.

In bestimmten Fällen wird eine Untersuchung des "Nervenwassers" (Liquor) durchgeführt. Diese kann Aufschluss über die genaue Ursache einer Demenzerkrankung geben und kausal behandelbare Erkrankungen aufdecken. Dazu gehört auch die Testung auf Veränderungen des Immunsystems, insbesondere auf das eigene Gehirn angreifende Antikörper. Diese autoimmunen Prozesse können wie eine Demenz aussehen, sind aber im Unterschied zur Alzheimer-Demenz oder etwa der Frontotemporalen Demenz gut behandelbar und bilden somit ein kleines, aber umso wichtigeres Feld innerhalb der Demenz-Erkrankungen.

Nach Abschluss der Diagnostik findet eine ausführliche ärztliche Beratung der Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen statt, in der die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten besprochen werden.
Als universitäre Spezialsprechstunde sind wir aktiv an der klinischen Erforschung neuer Therapie- und Diagnostikmöglichkeiten beteiligt. Daher können wir in bestimmten Fällen die Teilnahme an Therapiestudien beispielsweise mit neuen Medikamenten anbieten. Des Weiteren bieten wir in enger Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Berlin (DZNE/www.dzne.de) eine Teilnahme an Studien zu Demenzerkrankungen statt.


Leitung:

PD Dr. med. Harald Prüß

Anmeldung
t.: + 49 30 450 560 560 oder per E-Mail: demenz(at)charite.de