Gedächtnissprechstunde

Schlüssel verlegt, Termin vergessen… Das kann jedem passieren, aber was bedeutet es, wenn sich solche Vorkommnisse häufen?

Wie viel Vergessen ist noch normal, ab wann sollte man etwas unternehmen? Dahinter verbirgt sich die Frage, ob Gedächtnisstörungen im Alltag noch im Rahmen eines normalen Alterungsprozesses zu erklären sind oder aber bereits erste Anzeichen einer fortschreitenden Erkrankung des Gehirns, einer sogenannten Demenz, darstellen. Die möglichst frühzeitige Erkennung einer Demenz ist dabei von besonderer Bedeutung, da Erkrankte – und auch deren soziales Umfeld – von einer Behandlung zumindest für einige Zeit profitieren können.

In unserer Gedächtnissprechstunde werden Gedächtnis- und andere kognitive Störungen (Konzentration, Wahrnehmung, Sprache, Orientierung und andere) mittels verschiedener Methoden umfassend abgeklärt. Dazu gehört ein ausführliches Erstgespräch sowohl mit dem Betroffenen als auch möglichst mit einem nahen Angehörigen. Hinzu kommt eine Untersuchung Demenz-relevanter Blutwerte, da Demenzen zuweilen auch behandlungspflichtige allgemeine organische Ursachen haben können (z.B. Fehl- oder Mangelernährung, Schilddrüsenunterfunktion, etc.). Falls noch nicht geschehen, sollte eine Bildgebung des Gehirns (Computer- oder Kernspintomographie) veranlasst werden. In bestimmten Fällen wird, falls gewünscht, eine Untersuchung des „Nervenwassers“ (Liquor) durchgeführt. Diese kann Aufschluss über die genaue Ursache einer Demenzerkrankung geben und bestimmte kausal behandelbare Erkrankungen, die sich mit einer Gedächtnisstörung äußern können, aufdecken. In einer ausführlichen neuropsychologischen Diagnostik werden Art und Ausmaß der Defizite erfasst, wobei wir auch emotionale Einflussfaktoren, wie beispielsweise eine Depression, einbeziehen.

Nach Abschluss der Diagnostik findet eine ausführliche ärztliche Beratung der Patienten und deren Angehörigen statt, in der die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten besprochen werden. Zudem wird über weitere Beratungsmöglichkeiten und Hilfsangebote informiert. Treten im weiteren Verlauf neuartige Aspekte auf, so bieten wir eine erneute Bewertung des Krankheitsbildes an.

Als universitäre Spezialsprechstunde sind wir aktiv an der klinischen Erforschung neuer Therapiemöglichkeiten beteiligt. Daher können wir in bestimmten Fällen die Teilnahme an Therapiestudien beispielsweise mit neuen Medikamenten anbieten. Ab November 2009 bieten wir die Teilnahme an einer Studie an, die den Einfluss von Ernährung und Nahrungsergänzungsmitteln auf gesundes Altern untersucht. Ab Januar 2010 wird dies Angebot auf Menschen erweitert, die bereits an leichten kognitiven Einschränkungen leiden. Die Teilnahme an weiteren klinischen Studien ist geplant.

Zur ersten Vorstellung sollte sich die oder der Betroffene möglichst gemeinsam mit einer/ einem nahen Angehörigen vorstellen. Falls vorhanden, sollten bei diesem Termin mitgebracht werden:

  • radiologische Untersuchungen des Kopfes (Computer- oder Kernspintomographie) – möglichst Originalbilder (elektronisch oder als Ausdruck) und Befunde
  • Laborwerte (nicht älter als 1 Jahr)
  • Ergebnisse der Untersuchung der Hirngefäße mittels Ultraschall, falls vorhanden
  • Blutdruckwerte der letzten 12 Monate, falls vorhanden
  • Liste der regelmäßig eingenommenen Medikamente

Leitung

Prof. Dr. med. Agnes Flöel

floeel240300

Charité - Universitätsmedizin Berlin

CCM: Campus Charité Mitte

Charité Centrum Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie CC 15

Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie

Postadresse:

Charitéplatz 1

10117 Berlin

Campus- bzw. interne Geländeadresse:

Bonhoefferweg 3

Links:

Kontakt

Gedächtnisambulanz

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t: +49 30 450 560 560 (08:00 - 16:00 Uhr)

f: +49 30 450 560 912

Lageplan

Studienkontakt

Dr. rer. nat. Kristin Prehn
t: +49 30 450 560 140

Neuropsychologie

Dr. rer. nat. Ute Kopp
t: +49 30 450 560 568